Reverse Proxy Target A2
Use this page to validate load balancing between backend-a and backend-a2.
diff --git a/challenges/README.md b/challenges/README.md
index f54bf4c..83111f2 100644
--- a/challenges/README.md
+++ b/challenges/README.md
@@ -8,13 +8,29 @@ Diese Aufgaben sind bewusst auf **manuelle Proxy-Konfiguration** ausgelegt.
- Done-Check Command live ausfuehren
- 2-3 Saetze erklaeren: was geaendert, warum, welche Wirkung
+## Wo laufen die Kommandos? (besonders Windows)
+
+Die meisten Teilnehmer arbeiten unter **Windows mit Docker Desktop + WSL**. Wichtig:
+
+- **Stack steuern** (`make ...` oder der PowerShell-Wrapper `scripts/workshop.ps1`): geht aus PowerShell **oder** aus dem WSL-Terminal.
+- **Alle Challenge-Kommandos** (`curl`, `openssl`, `grep`, `wget`, `for`-Schleifen, `./scripts/compose.sh ...`): laufen im **WSL-Terminal (bash)**, nicht in PowerShell.
+- **Warnung:** In PowerShell ist `curl` ein Alias fuer `Invoke-WebRequest` und versteht die hier genutzten Flags (`-I`, `-k`, `--cacert`) **nicht**. Immer im WSL-Terminal testen.
+- Das Repo liegt im WSL-Dateisystem oder unter `/mnt/c/...`; arbeite am besten aus dem WSL-Terminal im Projektordner.
+
## Arbeitsmodus
1. Dateien anpassen (`proxy/nginx.conf`, `docker-compose.yml`).
-2. Deployen mit `make redeploy` oder `make proxy-reload`.
+2. Deployen: nach reinen `nginx.conf`-Aenderungen reicht `make proxy-reload`; nach Aenderungen an `docker-compose.yml` (z. B. neue Ports oder Services) immer `make redeploy`, da der Container neu erstellt werden muss.
3. Testen mit `curl` / `openssl` / Wireshark.
4. Bei Problemen: `./scripts/compose.sh logs reverse-proxy`.
+## Arbeitsweise (wichtig)
+
+- Es wird **additiv in einer einzigen `proxy/nginx.conf`** gearbeitet: jede Challenge erweitert den Stand der vorherigen. Loesungen nicht wieder loeschen - die TLS-Challenges (10-12) bauen direkt aufeinander auf.
+- **Ausnahme Challenge 9** (Debugging): Diese ueberschreibt die `nginx.conf` bewusst. Vorher sichern (`cp proxy/nginx.conf proxy/nginx.conf.bak`), danach wiederherstellen.
+- Jede Angabe nennt einen **Ausgangszustand** (worauf baue ich auf) und einen **Zielzustand / Akzeptanz** (woran erkenne ich "fertig"). Der Done-Check ist die pruefbare Form des Zielzustands.
+- Komplett zuruecksetzen geht jederzeit mit `make reset` (Container/Volumes) bzw. `make reset-hard` (zusaetzlich lokale Datei-Aenderungen verwerfen).
+
---
## Easy
@@ -24,45 +40,59 @@ Diese Aufgaben sind bewusst auf **manuelle Proxy-Konfiguration** ausgelegt.
**Ziel**
- Verstehen, wie Nginx Requests per Pfad an unterschiedliche Upstreams schickt.
-**Muss**
+**Datei**
+- `proxy/nginx.conf` (nur lesen)
+
+**Schritte (Muss)**
- Vor dem Test in `proxy/nginx.conf` nachsehen, welche `location` auf welchen `upstream` zeigt.
- Dann erst Requests ausfuehren.
- In eigenen Worten erklaeren, warum die Antworten unterschiedlich sind.
-**Warum wichtig**
-- Das ist die Kernkompetenz bei Reverse Proxys: Request-Fluss lesen und korrekt begruenden.
+**Zielzustand / Akzeptanz**
+- Du kannst fuer `/service/a` und `/service/b` jeweils Location -> Upstream -> Backend benennen und begruenden, warum die Antworten unterschiedlich sind.
**Done-Check**
```bash
-curl http://localhost:8080/service/a
-curl http://localhost:8080/service/b
+curl http://localhost:8080/service/a # -> "Reverse Proxy Target A"
+curl http://localhost:8080/service/b # -> "Reverse Proxy Target B"
```
+**Warum wichtig**
+- Das ist die Kernkompetenz bei Reverse Proxys: Request-Fluss lesen und korrekt begruenden.
+
### 2) Drittes Backend manuell hinzufuegen
**Ziel**
- Setup sicher erweitern, ohne bestehende Routen kaputt zu machen.
+**Ausgangszustand**
+- Stack laeuft, `/service/a` und `/service/b` antworten.
+- `backends/c/index.html` liegt bereits im Repo (Starterseite).
+
**Dateien**
- `docker-compose.yml`
- `proxy/nginx.conf`
- `backends/c/index.html` (vorhanden, darf angepasst werden)
-**Muss**
+**Schritte (Muss)**
- Service `backend-c` in Compose einbauen.
- Upstream + Route `/service/c` in Nginx anlegen.
-- A/B muessen weiterhin funktionieren.
+- Deployen mit `make redeploy` (Compose-Aenderung -> Container-Neustart noetig).
-**Warum wichtig**
-- In realen Umgebungen kommen neue Services laufend dazu. Saubere Erweiterung ohne Regression ist entscheidend.
+**Zielzustand / Akzeptanz**
+- `/service/c` liefert Backend C.
+- `/service/a` und `/service/b` funktionieren unveraendert weiter (keine Regression).
**Done-Check**
```bash
-curl http://localhost:8080/service/c
-curl http://localhost:8080/service/a
-curl http://localhost:8080/service/b
+curl http://localhost:8080/service/c # -> enthaelt "Reverse Proxy Target C"
+curl http://localhost:8080/service/a # -> weiterhin "Reverse Proxy Target A"
+curl http://localhost:8080/service/b # -> weiterhin "Reverse Proxy Target B"
```
+**Warum wichtig**
+- In realen Umgebungen kommen neue Services laufend dazu. Saubere Erweiterung ohne Regression ist entscheidend.
+
### 3) Eigene Route mit Rewrite oder Alias-Route
**Ziel**
@@ -71,18 +101,22 @@ curl http://localhost:8080/service/b
**Datei**
- `proxy/nginx.conf`
-**Muss**
+**Schritte (Muss)**
- Route `/demo/a` anbieten, die auf Backend A fuehrt.
- Entweder per rewrite oder per eigener proxy-Route loesen.
+- Deployen mit `make proxy-reload`.
-**Warum wichtig**
-- Der Proxy entkoppelt externe API-Pfade von internen Service-Pfaden und ermoeglicht saubere Migrationen.
+**Zielzustand / Akzeptanz**
+- `/demo/a` liefert dieselbe Antwort wie `/service/a` (Backend A), obwohl der externe Pfad ein anderer ist.
**Done-Check**
```bash
-curl http://localhost:8080/demo/a
+curl http://localhost:8080/demo/a # -> "Reverse Proxy Target A"
```
+**Warum wichtig**
+- Der Proxy entkoppelt externe API-Pfade von internen Service-Pfaden und ermoeglicht saubere Migrationen.
+
---
## Medium
@@ -95,7 +129,7 @@ curl http://localhost:8080/demo/a
**Datei**
- `proxy/nginx.conf`
-**Muss**
+**Schritte (Muss)**
- Mindestens setzen:
- `X-Content-Type-Options: nosniff`
- `X-Frame-Options: DENY`
@@ -104,15 +138,24 @@ curl http://localhost:8080/demo/a
- `Cross-Origin-Opener-Policy: same-origin`
- `Cross-Origin-Resource-Policy: same-origin`
- Optional (Bonus): `Content-Security-Policy` fuer statische Seiten (mit Inline-Styles bewusst beruecksichtigen)
+- Deployen mit `make proxy-reload`.
-**Warum wichtig**
-- Diese Header reduzieren typische Browser-Angriffsvektoren und gehoeren zu Security-Baselines.
+**Fallstrick (`add_header`-Vererbung)**
+- Header am besten **einmal im `server {}`-Block** setzen, dann gelten sie fuer alle Locations.
+- Achtung: Sobald in einem `location {}`-Block **ein** `add_header` steht, verwirft Nginx in dieser Location **alle** `add_header` aus dem `server`-Block. Dann muessen sie dort wiederholt werden. Pruefen mit `curl -I` direkt auf der jeweiligen Route.
+
+**Zielzustand / Akzeptanz**
+- `curl -I http://localhost:8080/` zeigt alle geforderten Security-Header in der Antwort.
**Done-Check**
```bash
curl -I http://localhost:8080/
+# -> zeigt X-Content-Type-Options, X-Frame-Options, Referrer-Policy, Permissions-Policy, COOP, CORP
```
+**Warum wichtig**
+- Diese Header reduzieren typische Browser-Angriffsvektoren und gehoeren zu Security-Baselines.
+
### 5) Interne Route absichern
**Ziel**
@@ -121,25 +164,29 @@ curl -I http://localhost:8080/
**Datei**
- `proxy/nginx.conf`
-**Muss**
+**Schritte (Muss)**
- Route `/internal/status` bauen.
- Nur `127.0.0.1` erlauben, alle anderen verbieten.
-
-**Warum wichtig**
-- Nicht jeder Endpoint soll oeffentlich sein; Zugriffskontrolle direkt am Proxy ist oft die erste Schutzschicht.
+- Deployen mit `make proxy-reload`.
**Wichtiger Hinweis**
- Host-Request ueber `localhost:8080` kommt aus Docker-Sicht oft **nicht** von `127.0.0.1`.
+**Zielzustand / Akzeptanz**
+- Aufruf vom Host liefert `403`; Aufruf von innerhalb des Proxy-Containers (`127.0.0.1`) liefert die Antwort.
+
**Done-Check**
```bash
-# Erwartet typischerweise 403 vom Host (by design)
curl -i http://localhost:8080/internal/status
+# -> Erwartet typischerweise 403 vom Host (by design)
-# Muss innerhalb des Proxy-Containers funktionieren
./scripts/compose.sh exec -T reverse-proxy sh -lc "wget -qO- http://127.0.0.1/internal/status"
+# -> "internal ok" (funktioniert nur container-intern)
```
+**Warum wichtig**
+- Nicht jeder Endpoint soll oeffentlich sein; Zugriffskontrolle direkt am Proxy ist oft die erste Schutzschicht.
+
### 6) Logging verbessern
**Ziel**
@@ -148,19 +195,27 @@ curl -i http://localhost:8080/internal/status
**Datei**
- `proxy/nginx.conf`
-**Muss**
+**Schritte (Muss)**
- Eigenes `log_format` mit Upstream-Infos anlegen.
- Access-Log auf das neue Format umstellen.
+- Deployen mit `make proxy-reload`.
-**Warum wichtig**
-- Gute Logs verkuerzen Incident- und Debug-Zeit drastisch und sind zentral fuer Betrieb/Security.
+**Hinweis**
+- `log_format` gehoert in den `http {}`-Block (nicht in `server {}` oder `location {}`), sonst startet Nginx mit `"log_format" directive is not allowed here` nicht. `access_log` darf in `http`, `server` oder `location` stehen.
+
+**Zielzustand / Akzeptanz**
+- Nach einem Request erscheint im Log eine Zeile im neuen Format inklusive Upstream-Infos (`upstream=...`, `urt=...`).
**Done-Check**
```bash
curl http://localhost:8080/service/a
./scripts/compose.sh logs reverse-proxy
+# -> neue Log-Zeile mit upstream=... und urt=...
```
+**Warum wichtig**
+- Gute Logs verkuerzen Incident- und Debug-Zeit drastisch und sind zentral fuer Betrieb/Security.
+
### 7) Load Balancing konfigurieren
**Ziel**
@@ -170,20 +225,29 @@ curl http://localhost:8080/service/a
- `docker-compose.yml`
- `proxy/nginx.conf`
-**Muss**
+**Ausgangszustand**
+- `/service/a` zeigt aktuell nur eine Instanz (Backend A). `backends/a2/index.html` liegt bereits im Repo.
+
+**Schritte (Muss)**
- Zweite Instanz von Backend A (`backend-a2`) anlegen.
- `upstream backend_a` auf beide Instanzen erweitern.
- Mehrfach-Requests zeigen, dass beide Instanzen antworten.
+- Deployen mit `make redeploy` (Compose-Aenderung).
-**Warum wichtig**
-- Lastverteilung ist eine der wichtigsten Funktionen eines Reverse Proxys fuer Skalierung und Verfuegbarkeit.
+**Zielzustand / Akzeptanz**
+- Bei mehreren Aufrufen von `/service/a` antworten **beide** Instanzen (Round-Robin), also sowohl `Target A` als auch `Target A2`.
**Done-Check (Beispiel)**
```bash
for i in $(seq 1 8); do
- curl -s http://localhost:8080/service/a | grep -o "Target A2\|Target A"
+ curl -s http://localhost:8080/service/a | grep -o "INSTANCE=[A-Za-z0-9]*"
done
+# -> Mischung aus "INSTANCE=A" und "INSTANCE=A2" ueber die 8 Requests
```
+- Der unsichtbare Marker `` bzw. `INSTANCE=A2` steckt im HTML der Backends. `[A-Za-z0-9]*` matched das ganze Token eindeutig (kein Prefix-Problem wie bei `A` vs. `A2`).
+
+**Warum wichtig**
+- Lastverteilung ist eine der wichtigsten Funktionen eines Reverse Proxys fuer Skalierung und Verfuegbarkeit.
### 8) Response Header Minimization
@@ -193,51 +257,64 @@ done
**Datei**
- `proxy/nginx.conf`
-**Muss**
+**Schritte (Muss)**
- Mit `proxy_hide_header` mindestens einen durchgereichten Backend-Header ausblenden
(z. B. `ETag`, `Last-Modified`).
- Kurz erklaeren, warum weniger Fingerprinting-Infos hilfreich sind.
+- Deployen mit `make proxy-reload`.
**Abgrenzung zu Challenge 4**
- Challenge 4 setzt aktive Schutz-Header.
- Challenge 8 entfernt unnoetige Header aus Upstream-Responses.
-**Warum wichtig**
-- Weniger Response-Metadaten bedeuten weniger Angriffsoberflaeche fuer Fingerprinting und Reconnaissance.
+**Zielzustand / Akzeptanz**
+- Der gewaehlte Header (z. B. `ETag`) taucht in `curl -I http://localhost:8080/service/a` **nicht mehr** auf, vorher war er sichtbar.
**Done-Check**
```bash
curl -I http://localhost:8080/service/a
+# -> der ausgeblendete Header (z. B. ETag) fehlt jetzt in der Antwort
```
+**Warum wichtig**
+- Weniger Response-Metadaten bedeuten weniger Angriffsoberflaeche fuer Fingerprinting und Reconnaissance.
+
### 9) Debugging Challenge (kaputte Config reparieren)
**Ziel**
- Fehlerdiagnose in Nginx ueben.
+**Ausgangszustand**
+- Eigene `proxy/nginx.conf` ist in Betrieb. `proxy/nginx.broken.conf` enthaelt absichtlich mehrere Fehler.
+
**Datei**
- `proxy/nginx.broken.conf`
-**Muss**
+**Schritte (Muss)**
+- Zuerst die eigene `proxy/nginx.conf` sichern (z. B. `cp proxy/nginx.conf proxy/nginx.conf.bak`) - diese Challenge ueberschreibt sie.
- Defekte Config testweise als aktive Config verwenden.
- Mindestens 2-3 Fehler finden und fixen.
- Symptome und Diagnoseweg erklaeren.
+- Am Ende die eigene Config wiederherstellen (`cp proxy/nginx.conf.bak proxy/nginx.conf`).
**Erwartete Fehlerarten (Beispiel aus `nginx.broken.conf`)**
- Upstream-Name passt nicht zum referenzierten Namen in `proxy_pass`.
- Falscher Upstream-Port (`8080` statt `80`).
- Fehlender Trailing Slash in `proxy_pass` bei Prefix-Location.
-**Warum wichtig**
-- Debugging unter Druck ist Praxisalltag; diese Aufgabe trainiert systematisches Vorgehen mit Logs und Config-Tests.
+**Zielzustand / Akzeptanz**
+- Nach den Fixes liefern `/service/a` und `/service/b` wieder ihre Backends; Nginx startet ohne Config-Fehler.
**Done-Check**
```bash
-curl http://localhost:8080/service/a
-curl http://localhost:8080/service/b
+curl http://localhost:8080/service/a # -> "Reverse Proxy Target A"
+curl http://localhost:8080/service/b # -> "Reverse Proxy Target B"
./scripts/compose.sh logs reverse-proxy
```
+**Warum wichtig**
+- Debugging unter Druck ist Praxisalltag; diese Aufgabe trainiert systematisches Vorgehen mit Logs und Config-Tests.
+
---
## Hard (TLS)
@@ -247,23 +324,40 @@ curl http://localhost:8080/service/b
**Ziel**
- Eigene CA + Server-Zertifikat fuer `localhost` erstellen.
+**Ausgangszustand**
+- Stack laeuft auf HTTP (`8080`). Noch kein TLS, kein Port `8443`.
+- `easy-rsa` und `openssl` sind installiert (siehe `challenges/easyrsa-hints.md`).
+
**Dateien**
-- `docker-compose.yml`
-- `proxy/nginx.conf`
+- `docker-compose.yml` (Port `8443:443` + Cert-Volume)
+- `proxy/nginx.conf` (TLS-Serverblock)
+- `certs/easyrsa/*` (PKI), `certs/live/*` (Runtime-Cert + Key)
-**Muss**
-- Zertifikat fuer `localhost` erstellen.
-- Proxy auf `443` erweitern (z. B. `8443:443`).
-- Root-CA importieren und ohne `-k` testen.
+**Schritte (Muss)**
+- CA + Server-Zertifikat fuer `localhost` mit SAN erstellen (`--subject-alt-name="DNS:localhost,IP:127.0.0.1"`).
+- Nur Runtime-Cert + Key bereitstellen (nicht die ganze PKI mounten).
+- Proxy auf `443` erweitern (Mapping `8443:443`) und TLS in Nginx aktivieren.
+- Mit `make redeploy` deployen (Compose-Aenderung -> Container-Neustart noetig).
+- Root-CA in den System-Trust-Store importieren.
-**Warum wichtig**
-- TLS korrekt einzurichten ist Basis fuer Vertraulichkeit, Integritaet und Vertrauensaufbau im Netzwerk.
+**Zielzustand / Akzeptanz**
+- `curl https://localhost:8443/service/a` liefert Backend A **ohne** `-k` (CA wird vertraut).
+- Kein SAN-/Hostname-Fehler.
**Done-Check**
```bash
curl https://localhost:8443/service/a
+# Erwartet: HTML von Backend A, KEIN "SSL certificate problem"
+# Falls CA noch nicht global importiert:
+curl --cacert certs/easyrsa/pki/ca.crt https://localhost:8443/service/a
```
+**Warum wichtig**
+- TLS korrekt einzurichten ist Basis fuer Vertraulichkeit, Integritaet und Vertrauensaufbau im Netzwerk.
+
+**Haeufigster Blocker**
+- Ohne SAN scheitert curl mit `no alternative certificate subject name matches target host name` -> beim Signieren `--subject-alt-name` setzen (Details in `challenges/easyrsa-hints.md`).
+
### 11) HTTP -> HTTPS Redirect
**Voraussetzung**
@@ -273,21 +367,29 @@ curl https://localhost:8443/service/a
**Ziel**
- HTTP sauber auf HTTPS umlenken.
+**Ausgangszustand**
+- Aus Challenge 10: HTTPS laeuft auf `8443`, HTTP auf `8080` liefert noch direkt Inhalte.
+
**Datei**
- `proxy/nginx.conf`
-**Muss**
-- HTTP Requests auf HTTPS redirecten.
+**Schritte (Muss)**
+- HTTP Requests auf HTTPS redirecten (`return 301 https://$host:8443$request_uri;`).
- `/healthz` darf optional auf HTTP bleiben.
+- Deployen mit `make proxy-reload` (reine `nginx.conf`-Aenderung).
-**Warum wichtig**
-- Redirect erzwingt verschluesselten Zugriff und verhindert versehentliche Nutzung unsicherer HTTP-Endpunkte.
+**Zielzustand / Akzeptanz**
+- HTTP-Aufrufe auf `8080` antworten mit `301` und `Location: https://localhost:8443/...`.
**Done-Check**
```bash
curl -I http://localhost:8080/service/a
+# Erwartet: HTTP/1.1 301 ... und Location: https://localhost:8443/service/a
```
+**Warum wichtig**
+- Redirect erzwingt verschluesselten Zugriff und verhindert versehentliche Nutzung unsicherer HTTP-Endpunkte.
+
### 12) TLS Haertung + Chain Check + HSTS
**Voraussetzung**
@@ -300,23 +402,39 @@ curl -I http://localhost:8080/service/a
**Datei**
- `proxy/nginx.conf`
-**Muss**
-- TLS auf 1.2/1.3 beschraenken.
+**Ausgangszustand**
+- Aus Challenge 10+11: HTTPS auf `8443` laeuft, HTTP wird umgeleitet. TLS ist aber noch ungehaertet (keine Protokoll-Beschraenkung, kein HSTS).
+
+**Schritte (Muss)**
+- TLS auf 1.2/1.3 beschraenken (`ssl_protocols TLSv1.2 TLSv1.3;`).
- HSTS setzen (`Strict-Transport-Security`).
- Zertifikatskette pruefen und kurz erklaeren.
-
-**Warum wichtig**
-- Reines "HTTPS an" reicht nicht: erst Haertung + HSTS reduzieren Downgrade- und Fehlkonfigurationsrisiken.
+- Deployen mit `make proxy-reload`.
**Hinweis**
- Im HTTP-Basissetup ist HSTS absichtlich **noch nicht** aktiv. Das ist Teil der Aufgabe.
+**Warnung (HSTS-Falle im Browser)**
+- HSTS merkt sich der Browser **host-weit** (`localhost`), nicht pro Port. Nach einem Besuch von `https://localhost:8443` erzwingt der Browser `https` auch fuer `http://localhost:8080` -> das HTTP-Lab scheint dann "kaputt".
+- Zum Pruefen daher `curl` nutzen (curl speichert HSTS nicht).
+- Falls der Browser haengt: HSTS fuer `localhost` zuruecksetzen (Chrome: `chrome://net-internals/#hsts` -> "Delete domain security policies" -> `localhost`).
+- `max-age` ist im Lab bewusst kurz (1h), damit der Effekt von selbst verfaellt.
+
+**Zielzustand / Akzeptanz**
+- `curl -I` zeigt den `Strict-Transport-Security`-Header.
+- `openssl s_client` verhandelt TLSv1.2 oder TLSv1.3 und endet mit `Verify return code: 0 (ok)`.
+
**Done-Check**
```bash
curl -I https://localhost:8443/service/a
+# -> enthaelt: Strict-Transport-Security: max-age=3600; includeSubDomains
openssl s_client -connect localhost:8443 -servername localhost
+# -> Protocol: TLSv1.3 (oder 1.2), Verify return code: 0 (ok)
```
+**Warum wichtig**
+- Reines "HTTPS an" reicht nicht: erst Haertung + HSTS reduzieren Downgrade- und Fehlkonfigurationsrisiken.
+
---
## Bonus Expert
@@ -326,14 +444,18 @@ openssl s_client -connect localhost:8443 -servername localhost
**Ziel**
- Nachweisbar zeigen, was im Klartext sichtbar ist und was durch TLS geschuetzt wird.
-**Muss**
+**Ausgangszustand**
+- HTTPS laeuft (Challenge 10), `8080` und `8443` sind erreichbar. Wireshark/tshark ist installiert (siehe `challenges/wireshark-hints.md`).
+
+**Schritte (Muss)**
- HTTP auf `8080` mitschneiden.
- HTTPS auf `8443` mitschneiden.
- `ClientHello`, `ServerHello`, `Certificate` markieren.
- Technisch erklaeren, warum HTTP lesbar ist und HTTPS ohne Keys nicht.
-**Warum wichtig**
-- Wer den Unterschied auf Paketebene gesehen hat, versteht TLS nicht nur theoretisch, sondern praktisch.
+**Zielzustand / Akzeptanz**
+- HTTP-Mitschnitt: Pfad und Header sind im Klartext lesbar (Follow Stream).
+- HTTPS-Mitschnitt: nur der TLS-Handshake ist sichtbar, die Nutzdaten sind ohne Key nicht lesbar.
**Vorgehen (empfohlen)**
1. Capture auf passendem Interface starten (lokal meist `lo`).
@@ -347,6 +469,9 @@ openssl s_client -connect localhost:8443 -servername localhost
**Done-Check**
- 3-4 Screenshots + 3-5 Bulletpoints Auswertung.
+**Warum wichtig**
+- Wer den Unterschied auf Paketebene gesehen hat, versteht TLS nicht nur theoretisch, sondern praktisch.
+
**Typische Fehler**
- falsches Interface gewaehlt
- HTTPS noch nicht korrekt aktiv
diff --git a/challenges/easyrsa-hints.md b/challenges/easyrsa-hints.md
index 4bf9cff..7eee524 100644
--- a/challenges/easyrsa-hints.md
+++ b/challenges/easyrsa-hints.md
@@ -36,9 +36,11 @@ cd certs/easyrsa
```bash
./easyrsa gen-req localhost nopass
-./easyrsa sign-req server localhost
+./easyrsa --subject-alt-name="DNS:localhost,IP:127.0.0.1" sign-req server localhost
```
+Wichtig: Das `--subject-alt-name` ist nicht optional. Moderne Clients (curl, Browser) ignorieren den CN und pruefen ausschliesslich den SAN. Ohne SAN scheitert `curl https://localhost:8443` trotz korrekt importierter CA mit `no alternative certificate subject name matches target host name`.
+
## 5) Nur Runtime-Zertifikate bereitstellen (nicht komplette PKI mounten)
Nutze fuer den Container nur die benoetigten Laufzeitdateien:
@@ -69,8 +71,8 @@ Danach in `proxy/nginx.conf` TLS aktivieren und in `docker-compose.yml` Port `44
services:
reverse-proxy:
ports:
- - "8080:80"
- - "8443:443"
+ - "${HTTP_PORT:-8080}:80"
+ - "${HTTPS_PORT:-8443}:443"
volumes:
- ./proxy/nginx.conf:/etc/nginx/nginx.conf:ro,z
- ./proxy/html:/usr/share/nginx/html:ro,z
@@ -101,7 +103,7 @@ server {
ssl_certificate /etc/nginx/certs/localhost.crt;
ssl_certificate_key /etc/nginx/certs/localhost.key;
ssl_protocols TLSv1.2 TLSv1.3;
- add_header Strict-Transport-Security "max-age=31536000; includeSubDomains" always;
+ add_header Strict-Transport-Security "max-age=3600; includeSubDomains" always;
add_header X-Content-Type-Options "nosniff" always;
add_header X-Frame-Options "DENY" always;
@@ -122,6 +124,10 @@ server {
## 6) Root-CA importieren (Trust Store)
+Wichtig: In den Trust-Store **der Umgebung importieren, in der du testest**.
+- Test mit `curl` aus **WSL** (der Standardweg im Workshop): in den **Linux**-Trust-Store importieren -> Ubuntu/Debian-Befehle unten.
+- Test im **Windows-Browser**: zusaetzlich der Windows-Import (`certutil`).
+
Fedora:
```bash
diff --git a/challenges/wireshark-hints.md b/challenges/wireshark-hints.md
index d9b01ee..95e8c51 100644
--- a/challenges/wireshark-hints.md
+++ b/challenges/wireshark-hints.md
@@ -22,6 +22,20 @@ sudo apt install -y wireshark tshark
- Linux lokal: meist `lo` (Loopback) fuer `localhost`
- Docker-Welt: ggf. `docker0` bzw. Bridge-Interface
+**Windows (Docker Desktop + WSL) - empfohlener Weg:**
+
+- Capture **innerhalb WSL** machen, dort verhaelt sich `lo` wie unter Linux. Sowohl der `curl`-Request als auch der Mitschnitt laufen im WSL-Terminal:
+
+```bash
+# Terminal 1 (WSL): Mitschnitt starten
+sudo tshark -i lo -f "tcp port 8080"
+# Terminal 2 (WSL): Request senden
+curl http://localhost:8080/service/a
+```
+
+- Natives Windows-Wireshark kann `localhost` nur ueber den npcap-Adapter "Adapter for loopback traffic capture" mitschneiden, und Docker-Desktop-Portforwarding macht das unzuverlaessig. Fuer den Workshop daher in WSL bleiben.
+- Wireshark-GUI unter WSL braucht WSLg (Windows 11) oder ein X-Server; einfacher ist `tshark` (CLI) plus spaeter `.pcap` in der Wireshark-GUI oeffnen (`tshark -w mitschnitt.pcap ...`).
+
## 3) HTTP zuerst (Klartext)
1. Mitschnitt starten
@@ -85,12 +99,14 @@ tls.handshake.type == 11
## 6) Optional: TLS in Wireshark entschluesseln
-1. Vor Browser-Start setzen:
+1. Vor Browser-Start setzen (WSL/bash):
```bash
export SSLKEYLOGFILE="$HOME/sslkeys.log"
```
+In PowerShell waere es stattdessen `$env:SSLKEYLOGFILE = "$HOME\sslkeys.log"` - der einfachste Weg ist aber, alles in WSL zu machen.
+
2. Browser aus derselben Shell starten und HTTPS-Request erzeugen.
3. In Wireshark unter TLS-Preferences `sslkeys.log` als Key Log File setzen.
4. Mitschnitt erneut laden.
diff --git a/proxy/html/challenges.html b/proxy/html/challenges.html
index f8f3177..6a117f8 100644
--- a/proxy/html/challenges.html
+++ b/proxy/html/challenges.html
@@ -176,6 +176,12 @@
+
+ Wo laufen die Kommandos? (Windows)
+ Stack steuern geht aus PowerShell (scripts/workshop.ps1) oder WSL. Aber alle Test-Kommandos (curl, openssl, grep, for-Schleifen, ./scripts/compose.sh) laufen im WSL-Terminal (bash).
+ Warnung: In PowerShell ist curl ein Alias fuer Invoke-WebRequest und versteht -I/-k/--cacert nicht. Immer im WSL-Terminal testen.
+
+
Abgabe-Format
@@ -196,8 +202,9 @@
- Welche
location matched /service/a?
- Welcher
upstream wird verwendet?
- curl http://localhost:8080/service/a
-curl http://localhost:8080/service/b
+ Zielzustand: Du kannst Location → Upstream → Backend benennen und begruenden, warum A und B unterschiedlich antworten.
+ curl http://localhost:8080/service/a # -> "Target A"
+curl http://localhost:8080/service/b # -> "Target B"
@@ -205,16 +212,18 @@ curl http://localhost:8080/service/b
Muss: Compose-Service + Upstream + Route /service/c.
Zusatz: backends/c/index.html ist vorhanden und darf angepasst werden.
Warum wichtig: Neue Services kommen laufend dazu; Erweiterungen ohne Seiteneffekte sind Praxisalltag.
- curl http://localhost:8080/service/c
-curl http://localhost:8080/service/a
-curl http://localhost:8080/service/b
+ Zielzustand: /service/c liefert Backend C; A und B laufen unveraendert weiter.
+ curl http://localhost:8080/service/c # -> "Reverse Proxy Target C"
+curl http://localhost:8080/service/a # -> weiterhin "Target A"
+curl http://localhost:8080/service/b # -> weiterhin "Target B"
Easy 3) Eigene Route /demo/a
Muss: Alias-Route bauen, die auf Backend A fuehrt.
Warum wichtig: Der Proxy entkoppelt externe Pfade von internen Backend-Implementierungen.
- curl http://localhost:8080/demo/a
+ Zielzustand: /demo/a liefert dieselbe Antwort wie /service/a.
+ curl http://localhost:8080/demo/a # -> "Target A"
@@ -226,7 +235,9 @@ curl http://localhost:8080/service/b
Setze mindestens nosniff, DENY, strict-origin-when-cross-origin, Permissions-Policy, COOP, CORP.
Optional: CSP fuer statische Seiten.
Warum wichtig: Diese Header reduzieren konkrete Browser-Angriffsvektoren und gehoeren zur Security-Baseline.
- curl -I http://localhost:8080/
+ Fallstrick: Header im server {}-Block setzen. Sobald in einem location {} ein add_header steht, verwirft Nginx dort alle Server-Header → dann erneut setzen.
+ Zielzustand: curl -I / zeigt alle geforderten Security-Header.
+ curl -I http://localhost:8080/ # -> nosniff, DENY, Referrer-Policy, Permissions-Policy, COOP, CORP
@@ -234,25 +245,29 @@ curl http://localhost:8080/service/b
Muss: /internal/status nur fuer 127.0.0.1.
Wichtig: Host-Request zeigt typischerweise 403 (Docker-Netzwerk).
Warum wichtig: Nicht jeder Endpoint darf oeffentlich erreichbar sein; Netzsegmentierung beginnt oft am Proxy.
- curl -i http://localhost:8080/internal/status
-./scripts/compose.sh exec -T reverse-proxy sh -lc "wget -qO- http://127.0.0.1/internal/status"
+ Zielzustand: Host → 403; container-intern (127.0.0.1) → Antwort.
+ curl -i http://localhost:8080/internal/status # -> 403 (vom Host)
+./scripts/compose.sh exec -T reverse-proxy sh -lc "wget -qO- http://127.0.0.1/internal/status" # -> "internal ok"
Medium 6) Logging verbessern
Eigenes log_format mit Upstream-Infos einbauen.
+ Hinweis: log_format gehoert in den http {}-Block, sonst startet Nginx nicht.
Warum wichtig: Ohne brauchbare Logs dauert Fehleranalyse deutlich laenger und Incident-Response wird unzuverlaessig.
+ Zielzustand: Log-Zeile im neuen Format mit Upstream-Infos (upstream=..., urt=...).
curl http://localhost:8080/service/a
-./scripts/compose.sh logs reverse-proxy
+./scripts/compose.sh logs reverse-proxy # -> neue Zeile mit upstream=... urt=...
Medium 7) Load Balancing
Zweite Instanz von Backend A (backend-a2) einbauen und Round-Robin zeigen.
Warum wichtig: Lastverteilung ist Kernnutzen eines Reverse Proxys fuer Skalierung und Verfuegbarkeit.
+ Zielzustand: Ueber mehrere Requests antworten beide Instanzen (Mischung aus A und A2).
for i in $(seq 1 8); do
- curl -s http://localhost:8080/service/a | grep -o "Target A2\|Target A"
-done
+ curl -s http://localhost:8080/service/a | grep -o "INSTANCE=[A-Za-z0-9]*"
+done # -> Mischung aus "INSTANCE=A" und "INSTANCE=A2"
@@ -260,16 +275,19 @@ done
Mindestens einen Backend-Response-Header per proxy_hide_header ausblenden.
Abgrenzung zu #4: #4 setzt Schutz-Header, #8 entfernt unnoetige Header aus Upstream-Responses.
Warum wichtig: Weniger preisgegebene Metadaten erschweren Fingerprinting und zielgerichtete Angriffe.
- curl -I http://localhost:8080/service/a
+ Zielzustand: Der ausgeblendete Header (z. B. ETag) fehlt jetzt in der Antwort.
+ curl -I http://localhost:8080/service/a # -> ETag/Last-Modified nicht mehr vorhanden
Medium 9) Debugging Challenge
Mit proxy/nginx.broken.conf arbeiten, Fehler finden und reparieren.
+ Zuerst sichern: diese Challenge ueberschreibt deine nginx.conf → vorher cp proxy/nginx.conf proxy/nginx.conf.bak, am Ende zurueckkopieren.
Warum wichtig: In der Praxis geht es oft um Diagnose unter Zeitdruck, nicht nur um Greenfield-Konfiguration.
Typische Fehler in der kaputten Datei: Upstream-Name-Mismatch, falscher Port, fehlender Trailing Slash in proxy_pass.
- curl http://localhost:8080/service/a
-curl http://localhost:8080/service/b
+ Zielzustand: Nach den Fixes liefern A und B wieder ihre Backends; Nginx startet fehlerfrei.
+ curl http://localhost:8080/service/a # -> "Target A"
+curl http://localhost:8080/service/b # -> "Target B"
./scripts/compose.sh logs reverse-proxy
@@ -280,22 +298,27 @@ curl http://localhost:8080/service/b
Hard 10) HTTPS von 0 (Easy-RSA)
Zertifikat fuer localhost, Port 8443:443, Root-CA importiert.
+ Wichtig: Der neue Port ist eine Compose-Aenderung → mit make redeploy deployen, nicht nur make proxy-reload.
Warum wichtig: TLS-Grundaufbau ist Voraussetzung fuer vertrauliche und manipulationssichere Kommunikation.
- curl https://localhost:8443/service/a
+ Zielzustand: Aufruf liefert Backend A ohne -k (kein SAN-/Zertifikatsfehler). Zertifikat mit SAN signieren!
+ curl https://localhost:8443/service/a # -> Backend A, KEIN "SSL certificate problem"
Hard 11) HTTP -> HTTPS Redirect
Voraussetzung: Challenge 10 abgeschlossen. Bestehende Config weiterverwenden.
Warum wichtig: Redirect verhindert unabsichtliche Klartext-Nutzung und erzwingt den sicheren Transport.
- curl -I http://localhost:8080/service/a
+ Zielzustand: HTTP auf 8080 antwortet mit 301 und Location: https://localhost:8443/....
+ curl -I http://localhost:8080/service/a # -> 301, Location: https://localhost:8443/service/a
Hard 12) TLS Haertung + Chain + HSTS
Voraussetzung: Challenge 10 und 11 abgeschlossen. Gleiche Config weiter erweitern.
Warum wichtig: Erst Haertung + HSTS reduzieren Downgrade-Risiken und sorgen fuer dauerhaft sichere Clients.
- curl -I https://localhost:8443/service/a
+ Warnung (HSTS-Falle): Der Browser merkt sich HSTS host-weit fuer localhost (nicht pro Port). Nach https://localhost:8443 wird auch http://localhost:8080 auf https erzwungen. Zum Testen curl nutzen; Browser-HSTS ggf. unter chrome://net-internals/#hsts fuer localhost loeschen. max-age ist im Lab bewusst kurz (1h).
+ Zielzustand: curl -I zeigt Strict-Transport-Security; s_client verhandelt TLSv1.2/1.3 mit Verify return code: 0 (ok).
+ curl -I https://localhost:8443/service/a # -> enthaelt Strict-Transport-Security
openssl s_client -connect localhost:8443 -servername localhost
@@ -313,6 +336,7 @@ openssl s_client -connect localhost:8443 -servername localhost
3-5 Bulletpoints: was ist sichtbar, was ist geschuetzt?
Optional: TLS Decrypt mit SSLKEYLOGFILE.
+ Zielzustand: HTTP-Mitschnitt zeigt Pfad/Header im Klartext; HTTPS zeigt nur den Handshake, Nutzdaten ohne Key nicht lesbar.
Abgabe: mind. 3 Screenshots + technische Interpretation.
diff --git a/proxy/html/hints.html b/proxy/html/hints.html
index c4aebcd..ff9a486 100644
--- a/proxy/html/hints.html
+++ b/proxy/html/hints.html
@@ -173,7 +173,7 @@ cd certs/easyrsa
./easyrsa init-pki
./easyrsa build-ca nopass
./easyrsa gen-req localhost nopass
-./easyrsa sign-req server localhost
+./easyrsa --subject-alt-name="DNS:localhost,IP:127.0.0.1" sign-req server localhost
Nur Runtime-Certs mounten (z. B. certs/live), nicht die komplette PKI.
diff --git a/proxy/html/index.html b/proxy/html/index.html
index 9b63ab0..fbd30bd 100644
--- a/proxy/html/index.html
+++ b/proxy/html/index.html
@@ -104,7 +104,7 @@
HTL Reverse Proxy & TLS Lab
- Basis läuft mit HTTP. Ziel im Workshop: Reverse Proxy verstehen und HTTPS/TLS manuell
+ Basis laeuft mit HTTP. Ziel im Workshop: Reverse Proxy verstehen und HTTPS/TLS manuell
aufbauen.
@@ -125,6 +125,10 @@
curl http://localhost:8080/service/b
./scripts/compose.sh ps
+
+ Windows: Diese Kommandos im WSL-Terminal (bash) ausfuehren, nicht in PowerShell
+ (dort ist curl ein Alias fuer Invoke-WebRequest).
+
diff --git a/proxy/html/solutions.html b/proxy/html/solutions.html
index 6c2da08..58816ef 100644
--- a/proxy/html/solutions.html
+++ b/proxy/html/solutions.html
@@ -215,7 +215,7 @@ location /service/c {
- Easy 3) Rewrite Route
+ Easy 3) Alias-Route /demo/a
Dateien: proxy/nginx.conf
Commands noetig: ja
location = /demo/a {
@@ -238,6 +238,7 @@ add_header Referrer-Policy "strict-origin-when-cross-origin" always;
add_header Permissions-Policy "camera=(), microphone=(), geolocation=()" always;
add_header Cross-Origin-Opener-Policy "same-origin" always;
add_header Cross-Origin-Resource-Policy "same-origin" always;
+ Platzierung: in den server {}-Block, damit alle Locations sie erben. Sobald eine Location ein eigenes add_header hat, verwirft Nginx dort die Server-Header und sie muessen wiederholt werden.
Optional CSP (statisch, inline styles erlaubt):
add_header Content-Security-Policy "default-src 'self'; style-src 'self' 'unsafe-inline'; img-src 'self' data:; object-src 'none'; base-uri 'none'; frame-ancestors 'none'" always;
Check: curl -I http://localhost:8080/
@@ -262,6 +263,7 @@ add_header Cross-Origin-Resource-Policy "same-origin" always;
Medium 6) Logging verbessern
Dateien: proxy/nginx.conf
Commands noetig: ja
+ Platzierung: log_format muss in den http {}-Block (sonst startet Nginx nicht). access_log darf in http, server oder location.
log_format workshop '$remote_addr - $request '
'status=$status upstream=$upstream_addr '
'rt=$request_time urt=$upstream_response_time';
@@ -289,8 +291,9 @@ access_log /var/log/nginx/access.log workshop;
}
Check:
for i in $(seq 1 8); do
- curl -s http://localhost:8080/service/a | grep -o "Target A2\|Target A"
+ curl -s http://localhost:8080/service/a | grep -o "INSTANCE=[A-Za-z0-9]*"
done
+ Marker: Backend A/A2 enthalten unsichtbar <!-- INSTANCE=A --> bzw. INSTANCE=A2. [A-Za-z0-9]* matched das ganze Token (kein Prefix-Problem A vs. A2).
@@ -298,6 +301,7 @@ done
Dateien: proxy/nginx.conf
Commands noetig: ja
Abgrenzung zu #4: #4 fuegt Schutz-Header hinzu, #8 entfernt unnoetige Upstream-Metadaten.
+ Gut zu wissen: proxy_hide_header ist kein add_header → es loest die Vererbungsfalle aus #4 nicht aus. Die Server-Header bleiben in dieser Location erhalten.
location /service/a {
proxy_pass http://backend_a/;
proxy_hide_header ETag;
@@ -310,10 +314,14 @@ done
Medium 9) Debugging Challenge
Dateien: proxy/nginx.broken.conf, proxy/nginx.conf
Commands noetig: ja
- Ablauf: Kopiere testweise proxy/nginx.broken.conf auf proxy/nginx.conf, behebe die Fehler und stelle danach die funktionierende Konfiguration wieder her.
- cp proxy/nginx.broken.conf proxy/nginx.conf
+ Ablauf: Zuerst die eigene Config sichern (diese Challenge ueberschreibt sie!), dann die kaputte aktivieren, Fehler beheben und am Ende die eigene Config wiederherstellen.
+ cp proxy/nginx.conf proxy/nginx.conf.bak # 1. eigene Config sichern
+cp proxy/nginx.broken.conf proxy/nginx.conf # 2. kaputte aktivieren
make proxy-reload
-./scripts/compose.sh logs reverse-proxy
+./scripts/compose.sh logs reverse-proxy # 3. Fehler finden + fixen
+ Am Ende eigene Config zurueck:
+ cp proxy/nginx.conf.bak proxy/nginx.conf
+make proxy-reload
Konkrete Fehler und Fixes:
- Upstream-Mismatch:
backend_a_typo ist definiert, aber backend_a wird referenziert -> Namen angleichen.
@@ -340,15 +348,16 @@ cd certs/easyrsa
./easyrsa init-pki
./easyrsa build-ca nopass
./easyrsa gen-req localhost nopass
-./easyrsa sign-req server localhost
+./easyrsa --subject-alt-name="DNS:localhost,IP:127.0.0.1" sign-req server localhost
Compose:
reverse-proxy:
ports:
- - "8080:80"
- - "8443:443"
+ - "${HTTP_PORT:-8080}:80"
+ - "${HTTPS_PORT:-8443}:443"
volumes:
- ./certs/live:/etc/nginx/certs:ro,z
Wichtig: Nicht die komplette PKI in den Container mounten. Nur Runtime-Zertifikat + Key bereitstellen.
+ Deploy: Port- und Volume-Aenderungen sind Compose-Aenderungen → make redeploy (nicht make proxy-reload), sonst greift der neue Port nicht.
Nginx TLS-Pfade: ssl_certificate /etc/nginx/certs/localhost.crt; und ssl_certificate_key /etc/nginx/certs/localhost.key;
Check: curl https://localhost:8443/service/a (ohne -k nach CA-Import)
@@ -381,7 +390,7 @@ cd certs/easyrsa
Commands noetig: ja
ssl_protocols TLSv1.2 TLSv1.3;
ssl_prefer_server_ciphers on;
-add_header Strict-Transport-Security "max-age=31536000; includeSubDomains" always;
+add_header Strict-Transport-Security "max-age=3600; includeSubDomains" always;
Check:
curl -I https://localhost:8443/service/a
openssl s_client -connect localhost:8443 -servername localhost
diff --git a/proxy/nginx.tls.example.conf b/proxy/nginx.tls.example.conf
index 50bccda..1caca2e 100644
--- a/proxy/nginx.tls.example.conf
+++ b/proxy/nginx.tls.example.conf
@@ -39,7 +39,10 @@ http {
ssl_protocols TLSv1.2 TLSv1.3;
ssl_prefer_server_ciphers on;
- add_header Strict-Transport-Security "max-age=31536000; includeSubDomains" always;
+ # max-age im Lab bewusst kurz (1h). In Produktion eher 1 Jahr (31536000).
+ # includeSubDomains weitet HSTS auf alle Subdomains aus (Produktions-Best-Practice).
+ # Achtung: HSTS bleibt im Browser host-weit haengen -> siehe Warnhinweis in Challenge 12.
+ add_header Strict-Transport-Security "max-age=3600; includeSubDomains" always;
add_header X-Content-Type-Options "nosniff" always;
add_header X-Frame-Options "DENY" always;
add_header Referrer-Policy "strict-origin-when-cross-origin" always;